Lichte Erlebnisse

Es dauerte nur kurz oder buchstäblich wenige Augenblicke, es war nicht willentlich herbeigeführt, sondern geschah ohne erkennbaren Anlass: ein starkes, unvergleichliches Gefühl tiefen Glücks, auch von Geborgenheit, Zartheit und Dankbarkeit, teilweise verbunden mit einer Art Gewissheit, dass ich in Hinblick auf die Endlichkeit meines Erdendaseins keine Sorgen geschweige denn Angst haben muss.

Das ist mir dreimal passiert, zumindest soweit ich mich erinnere. Immer etwas verschieden. Beim ersten Mal, ich war vielleicht 13 oder 14 und saß im Auto, überwog das Gefühl der Gelassenheit – die ich damals ziemlich nötig hatte. Die anderen beiden Male waren vor wenigen Jahren. Ich saß im Zug und schaute aus dem Fenster, bis mir vor Glück und Dankbarkeit die Tränen kamen. Und einmal lag ich tagträumend auf dem Bett, nachdem ich vorher den Rosenkranz gebetet hatte.

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Durst und Dynamik

Durst kennt jeder. So ein elementares Gefühl muss man niemandem erklären. Was dagegen hilft? Trinken natürlich! Einfach den Hahn aufdrehen, schon kommt Wasser raus. Ist besser als süße Limonade, erkläre ich meiner Tochter. Davon möchte man immer mehr trinken.

Durst als Leidensdruck und (Lebens-)Bedrohung gibt es in unseren Breiten ohnehin nicht. Gott sei Dank. In der Wüste dagegen, in Hitze und Wasserknappheit, bedeutet Durst zu haben, etwas ganz Anderes. Da ist auch das Bewusstsein ausgeprägter: Wasser ist lebensnotwendig!

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Wie sich Gott finden lässt

Welche Wege gibt es, Gott zu finden? Diese Frage haben sich Menschen immer wieder gestellt, wenn sie sich nach Gott gesehnt, nach einer intensiven Beziehung zu ihm gesucht oder sich schlicht nur Gedanken über ihn gemacht haben. Die Wege, Gott zu finden, sind sicherlich mindestens so zahlreich, wie es Menschen gibt. Drei dieser Wege, drei breite Schneisen, zwischen denen es auch Verbindungen gibt, möchte ich vorstellen.

Der erste Weg ist der, den Menschen beschreiten, wenn sie danach fragen, „was die Welt im Innersten zusammenhält“, wie es Faust formuliert. Das ist vor allem, wenn auch nicht nur, der Weg der Naturwissenschaftler, der Astronomen, auch der Mathematiker und all jener, die der Frage nach dem Wesen unserer Welt, ihrer Entstehung, ihrem Funktionieren usw. nachgehen.

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Sehnsucht nach mehr

Sehnsucht nach mehr – ist das so erstrebenswert? Immer mehr und mehr und noch mehr – kann das gut gehen? Vielleicht ist es besser, mich früh genug darin zu üben, mir die Sehnsucht abzugewöhnen. Zufrieden sein mit dem, was ist. Was kann an einer „Sucht“ schon gut sein?

Und da ist die Angst, dass die Wirklichkeit irgendwann auf meinen Träumen herumtrampelt, auf meiner Sehnsucht. Das ist schmerzhaft. Dann doch lieber keine Träume und die Sehnsucht klein halten? Oder vielleicht ein kontrolliertes Sehnen? Nur so viel, dass ich nicht enttäuscht werden kann und sich meine Seele keine allzu großen Schrammen einfängt.

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